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German Holy Bible - Luther Wordproject Bible
37 verses
1Und da er aus dem Tempel ging, sprach zu ihm einer seiner Jünger: Meister, siehe, was für Steine und was für Bauten!
2Und Jesus sprach zu ihm: Siehst du diese großen Bauten? Nicht ein Stein wird auf dem andern bleiben, der nicht zerbrochen werde.
3Und da er auf dem Ölberge saß gegenüber dem Tempel, fragten ihn Petrus und Jakobus und Johannes und Andreas für sich allein:
4Sage uns, wann wird das geschehen? und was wird das Zeichen sein, wann das alles soll vollendet werden?
5Jesus fing an, ihnen zu sagen: Sehet zu, daß euch nicht jemand verführe!
6Es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin's, und werden viele verführen.
7Wenn ihr aber hören werdet von Kriegen und Kriegsgeschrei, so fürchtet euch nicht. Es muß so geschehen. Aber das Ende ist noch nicht da.
8Denn es wird sich erheben ein Volk wider das andere und ein Königreich wider das andere. Und es werden Erdbeben geschehen hin und her und wird teure Zeit sein. Das ist der Anfang der Wehen.
9Ihr aber, sehet euch vor! Denn sie werden euch überantworten den Gerichten, und in den Synagogen werdet ihr geschlagen werden, und vor Fürsten und Könige werdet ihr geführt werden um meinetwillen, ihnen zum Zeugnis.
10Und das Evangelium muß zuvor verkündigt werden allen Völkern.
11Wenn sie euch nun hinführen und überantworten werden, so sorget nicht zuvor, was ihr reden sollt; sondern was euch zu der Stunde gegeben wird, das redet. Denn ihr seid's nicht, die da reden, sondern der heilige Geist.
12Und es wird überantworten ein Bruder den andern zum Tode, und der Vater den Sohn, und die Kinder werden sich empören wider die Eltern und werden ihnen zum Tode helfen.
13Und ihr werdet gehaßt sein von jedermann um meines Namens willen. Wer aber beharret bis ans Ende, der wird selig.
14Wenn ihr aber sehet den Greuel der Verwüstung stehen, wo er nicht soll – wer es liest, der merke auf! -, alsdann, wer in Judäa ist, der fliehe ins Gebirge.
15Wer auf dem Dache ist, der steige nicht hernieder und gehe nicht hinein, etwas aus seinem Hause zu holen.
16Und wer auf dem Felde ist, der wende sich nicht um, seinen Mantel zu holen.
17Weh aber den Schwangeren und Säugenden zu jener Zeit!
18Bittet aber, daß es nicht geschehe im Winter.
19Denn in diesen Tagen wird solche Trübsal sein, wie sie nie gewesen ist bisher vom Anfang der Schöpfung, die Gott geschaffen hat, und auch nicht wieder werden wird.
20Und wenn der Herr diese Tage nicht verkürzt hätte, würde kein Mensch selig; aber um der Auserwählten willen, die er auserwählt hat, hat er diese Tage verkürzt.
21Wenn nun jemand zu der Zeit wird zu euch sagen: Siehe, hier ist der Christus! siehe, da ist er!, so glaubet's nicht.
22Denn mancher falsche Christus und falsche Prophet wird sich erheben und Zeichen und Wunder tun, so daß sie auch die Auserwählten verführen würden, wenn es möglich wäre.
23Ihr aber sehet euch vor! Ich habe es euch alles zuvor gesagt!
24Aber zu der Zeit, nach dieser Trübsal, werden Sonne und Mond ihren Schein verlieren,
25und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen.
26Und dann werden sie des Menschen Sohn kommen sehen in den Wolken mit großer Kraft und Herrlichkeit.
27Und dann wird er seine Engel senden und wird versammeln seine Auserwählten von den vier Winden, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels.
28An dem Feigenbaum aber lernet ein Gleichnis: Wenn sein Zweig jetzt treibt und die Blätter kommen, so wißt ihr, daß der Sommer nahe ist.
29Also auch, wenn ihr seht, daß solches geschieht, so wisset, daß es nahe vor der Tür ist.
30Wahrlich, ich sage euch: Dies Geschlecht wird nicht vergehen, bis daß dies alles geschehe.
31Himmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber werden nicht vergehen.
32Von dem Tage aber und der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater.
33Sehet euch vor, wachet! denn ihr wisset nicht, wann die Zeit da ist.
34Gleichwie ein Mensch, der über Land zog und verließ sein Haus und gab seinen Knechten Vollmacht, einem jeglichen seine Arbeit, und gebot dem Türhüter, er solle wachen:
35so wachet nun; denn ihr wisset nicht, wann der Herr des Hauses kommt, ob am Abend oder zu Mitternacht oder um den Hahnenschrei oder des Morgens,
36auf daß er euch nicht schlafend finde, wenn er plötzlich kommt.
37Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Wachet!