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German Holy Bible - Luther Wordproject Bible
28 verses
1HERR, höre mein Gebet und laß mein Schreien zu dir kommen!
2Verbirg dein Antlitz nicht vor mir in der Not, neige deine Ohren zu mir; wenn ich dich anrufe, so erhöre mich bald!
3Denn meine Tage sind vergangen wie ein Rauch, und meine Gebeine sind verbrannt wie von Feuer.
4Mein Herz ist geschlagen und verdorrt wie Gras, daß ich sogar vergesse, mein Brot zu essen.
5Mein Gebein klebt an meiner Haut vor Heulen und Seufzen.
6Ich bin wie die Eule in der Einöde, wie das Käuzchen in den Trümmern.
7Ich wache und klage wie ein einsamer Vogel auf dem Dache.
8Täglich schmähen mich meine Feinde, und die mich verspotten, fluchen mit meinem Namen.
9Denn ich esse Asche wie Brot und mische meinen Trank mit Tränen
10vor deinem Drohen und Zorn, weil du mich hochgehoben und zu Boden geworfen hast.
11Meine Tage sind dahin wie ein Schatten, und ich verdorre wie Gras.
12Du aber, HERR, bleibst ewiglich und dein Name für und für.
13Du wollest dich aufmachen und über Zion erbarmen; denn es ist Zeit, daß du ihm gnädig seist, und die Stunde ist gekommen
14- denn deine Knechte wollten gerne, daß es gebaut würde, und es jammert sie, daß es in Trümmern liegt -,
15daß die Heiden den Namen des HERRN fürchten und alle Könige auf Erden deine Herrlichkeit.
16Ja, der HERR baut Zion wieder und erscheint in seiner Herrlichkeit.
17Er wendet sich zum Gebet der Verlassenen und verschmäht ihr Gebet nicht.
18Das werde geschrieben für die Nachkommen; und das Volk, das er schafft, wird den HERRN loben.
19Denn er schaut von seiner heiligen Höhe, der HERR sieht vom Himmel auf die Erde,
20daß er das Seufzen der Gefangenen höre und losmache die Kinder des Todes,
21daß sie in Zion verkünden den Namen des HERRN und sein Lob in Jerusalem,
22wenn die Völker zusammenkommen und die Königreiche, dem HERRN zu dienen.
23Er demütigt auf dem Wege meine Kraft, er verkürzt meine Tage.
24Ich sage: Mein Gott, nimm mich nicht weg in der Hälfte meiner Tage! Deine Jahre währen für und für.
25Du hast vorzeiten die Erde gegründet, und die Himmel sind deiner Hände Werk.
26Sie werden vergehen, du aber bleibst; sie werden alle veralten wie ein Gewand; wie ein Kleid wirst du sie wechseln, und sie werden verwandelt werden.
27Du aber bleibst, wie du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende.
28Die Söhne deiner Knechte bleiben wohnen, und ihr Geschlecht wird vor dir gedeihen.