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German Holy Bible - Luther Wordproject Bible
50 verses
1UND ER SPRACH: Herzlich lieb habe ich dich, HERR, meine Stärke!
2HERR, mein Fels, meine Burg, mein Erretter; mein Gott, mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Berg meines Heiles und mein Schutz!
3Ich rufe an den HERRN, den Hochgelobten, so werde ich vor meinen Feinden errettet.
4Es umfingen mich des Todes Bande, und die Fluten des Verderbens erschreckten mich.
5Des Totenreichs Bande umfingen mich, und des Todes Stricke überwältigten mich.
6Als mir angst war, rief ich den HERRN an und schrie zu meinem Gott. Da erhörte er meine Stimme von seinem Tempel, und mein Schreien kam vor ihn zu seinen Ohren.
7Die Erde bebte und wankte, und die Grundfesten der Berge bewegten sich und bebten, da er zornig war.
8Rauch stieg auf von seiner Nase und verzehrend Feuer aus seinem Munde; Flammen sprühten von ihm aus.
9Er neigte den Himmel und fuhr herab, und Dunkel war unter seinen Füßen.
10Und er fuhr auf dem Cherub und flog daher, er schwebte auf den Fittichen des Windes.
11Er machte Finsternis ringsum zu seinem Zelt; in schwarzen, dicken Wolken war er verborgen.
12Aus dem Glanz vor ihm zogen seine Wolken dahin mit Hagel und Blitzen.
13Der HERR donnerte im Himmel, und der Höchste ließ seine Stimme erschallen mit Hagel und Blitzen.
14Er schoß seine Pfeile und streute sie aus, sandte Blitze in Menge und jagte sie dahin.
15Da sah man die Tiefen der Wasser, und des Erdbodens Grund ward aufgedeckt vor deinem Schelten, HERR, vor dem Odem und Schnauben deines Zornes.
16Er streckte seine Hand aus von der Höhe und faßte mich und zog mich aus großen Wassern.
17Er errettete mich von meinen starken Feinden, von meinen Hassern, die mir zu mächtig waren;
18sie überwältigten mich zur Zeit meines Unglücks; aber der HERR ward meine Zuversicht.
19Er führte mich hinaus ins Weite, er riß mich heraus; denn er hatte Lust zu mir.
20Der HERR tut wohl an mir nach meiner Gerechtigkeit, er vergilt mir nach der Reinheit meiner Hände.
21Denn ich halte die Wege des HERRN und bin nicht gottlos wider meinen Gott.
22Denn alle seine Rechte hab ich vor Augen, und seine Gebote werfe ich nicht von mir,
23sondern ich bin ohne Tadel vor ihm und hüte mich vor Schuld.
24Darum vergilt mir der HERR nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit meiner Hände vor seinen Augen.
25Gegen die Heiligen bist du heilig, und gegen die Treuen bist du treu,
26gegen die Reinen bist du rein, und gegen die Verkehrten bist du verkehrt.
27Denn du hilfst dem elenden Volk, aber stolze Augen erniedrigst du.
28Ja, du machst hell meine Leuchte, der HERR, mein Gott, macht meine Finsternis licht.
29Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschlagen und mit meinem Gott über Mauern springen.
30Gottes Wege sind vollkommen, die Worte des HERRN sind durchläutert. Er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen.
31Denn wer ist Gott, wenn nicht der HERR, oder ein Fels, wenn nicht unser Gott?
32Gott rüstet mich mit Kraft und macht meine Wege ohne Tadel.
33Er macht meine Füße gleich den Hirschen und stellt mich auf meine Höhen.
34Er lehrt meine Hände streiten und meinen Arm den ehernen Bogen spannen.
35Du gibst mir den Schild deines Heils, und deine Rechte stärkt mich, und deine Huld macht mich groß.
36Du gibst meinen Schritten weiten Raum, daß meine Knöchel nicht wanken.
37Ich will meinen Feinden nachjagen und sie ergreifen und nicht umkehren, bis ich sie umgebracht habe.
38Ich will sie zerschmettern, daß sie nicht mehr aufstehen können; sie müssen unter meine Füße fallen.
39Du rüstest mich mit Stärke zum Streit; du wirfst unter mich, die sich gegen mich erheben.
40Du treibst meine Feinde in die Flucht, daß ich vernichte, die mich hassen.
41Sie rufen – aber da ist kein Helfer – zum HERRN, aber er antwortet ihnen nicht.
42Ich will sie zerstoßen zu Staub vor dem Winde, ich werfe sie weg wie Unrat auf die Gassen.
43Du hilfst mir aus dem Streit des Volkes und machst mich zum Haupt über Heiden; ein Volk, das ich nicht kannte, dient mir.
44Es gehorcht mir mit gehorsamen Ohren; Söhne der Fremde müssen mir huldigen.
45Die Söhne der Fremde verschmachten und kommen mit Zittern aus ihren Burgen.
46Der HERR lebt! Gelobt sei mein Fels! Der Gott meines Heils sei hoch erhoben,
47der Gott, der mir Vergeltung schafft und zwingt die Völker unter mich,
48der mich errettet von meinen Feinden. Du erhöhst mich über die, die sich gegen mich erheben; du hilfst mir von den Frevlern.
49Darum will ich dir danken, HERR, unter den Heiden und deinem Namen lobsingen,
50der seinem Könige großes Heil gibt und Gnade erweist seinem Gesalbten, David, und seinem Hause ewiglich.