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German Holy Bible - Luther Wordproject Bible
26 verses
1Gott, wir haben mit unsern Ohren gehört, unsre Väter haben's uns erzählt, was du getan hast zu ihren Zeiten, in alten Tagen.
2Du hast mit deiner Hand die Heiden vertrieben, sie aber hast du eingesetzt; du hast die Völker zerschlagen, sie aber hast du ausgebreitet.
3Denn sie haben das Land nicht eingenommen durch ihr Schwert, und ihr Arm half ihnen nicht, sondern deine Rechte, dein Arm und das Licht deines Angesichts; denn du hattest Wohlgefallen an ihnen.
4Du bist es, mein König und mein Gott, der du Jakob Hilfe verheißest.
5Durch dich wollen wir unsre Feinde zu Boden stoßen, in deinem Namen niedertreten, die sich gegen uns erheben.
6Denn ich verlasse mich nicht auf meinen Bogen, und mein Schwert kann mir nicht helfen;
7sondern du hilfst uns von unsern Feinden und machst zuschanden, die uns hassen.
8Täglich rühmen wir uns Gottes und preisen deinen Namen ewiglich. SELA.
9Warum verstößest du uns denn nun und lässest uns zuschanden werden und ziehst nicht aus mit unserm Heer?
10Du lässest uns fliehen vor unserm Feind, daß uns berauben, die uns hassen.
11Du gibst uns dahin wie Schlachtschafe und zerstreust uns unter die Heiden.
12Du verkaufst dein Volk um ein Nichts und hast mit ihrem Kaufgeld nichts gewonnen.
13Du machst uns zur Schmach bei unsern Nachbarn, zu Spott und Hohn bei denen, die um uns her sind.
14Du machst uns zum Sprichwort unter den Heiden, läßt die Völker das Haupt über uns schütteln.
15Täglich ist meine Schmach mir vor Augen, und mein Antlitz ist voller Scham,
16weil ich sie höhnen und lästern höre und muß die Feinde und Rachgierigen sehen.
17Dies alles ist über uns gekommen; und wir haben doch dich nicht vergessen, an deinem Bund nicht untreu gehandelt.
18Unser Herz ist nicht abgefallen noch unser Schritt gewichen von deinem Weg,
19daß du uns so zerschlägst am Ort der Schakale und bedeckst uns mit Finsternis.
20Wenn wir den Namen unsres Gottes vergessen hätten und unsre Hände aufgehoben zum fremden Gott:
21würde das Gott nicht erforschen? Er kennt ja unsres Herzens Grund.
22Doch um deinetwillen werden wir täglich getötet und sind geachtet wie Schlachtschafe.
23Wache auf, Herr! Warum schläfst du? Werde wach und verstoß uns nicht für immer!
24Warum verbirgst du dein Antlitz, vergissest unser Elend und unsre Drangsal?
25Denn unsre Seele ist gebeugt zum Staube, unser Leib liegt am Boden.
26Mache dich auf, hilf uns und erlöse uns um deiner Güte willen!