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German Holy Bible - Luther Wordproject Bible
20 verses
1Höret zu, alle Völker; merket auf, alle, die in dieser Zeit leben,
2einfache Leute und Herren, reich und arm, miteinander!
3Mein Mund soll Weisheit reden, und was mein Herz sagt, soll verständig sein.
4Ich will einem Spruch mein Ohr neigen und mein Rätselwort kundtun beim Klang der Harfe.
5Warum sollte ich mich fürchten in bösen Tagen, wenn mich die Missetat meiner Widersacher umgibt,
6die sich verlassen auf Hab und Gut und pochen auf ihren großen Reichtum?
7Kann doch keiner einen andern auslösen oder für ihn an Gott ein Sühnegeld geben
8- denn es kostet zuviel, ihr Leben auszulösen; er muß davon abstehen ewiglich -,
9damit er immer weiterlebe und die Grube nicht sehe.
10Nein, er wird sehen: auch die Weisen sterben, so wie die Toren und Narren umkommen; sie müssen ihr Gut andern lassen.
11Gräber sind ihr Haus immerdar, ihre Wohnung für und für, und doch hatten sie große Ehre auf Erden.
12Ein Mensch in seiner Herrlichkeit kann nicht bleiben, sondern muß davon wie das Vieh.
13Dies ist der Weg derer, die so voll Torheit sind, und das Ende aller, denen ihr Gerede so wohl gefällt. SELA.
14Sie liegen bei den Toten wie Schafe, der Tod weidet sie; aber die Frommen werden gar bald über sie herrschen, und ihr Trotz muß vergehen; bei den Toten müssen sie bleiben.
15Aber Gott wird mich erlösen aus des Todes Gewalt; denn er nimmt mich auf. SELA.
16Laß es dich nicht anfechten, wenn einer reich wird, wenn die Herrlichkeit seines Hauses groß wird.
17Denn er wird nichts bei seinem Sterben mitnehmen, und seine Herrlichkeit wird ihm nicht nachfahren.
18Er freut sich wohl dieses guten Lebens, und man preist dich, wenn es dir gut geht.
19Aber doch fahren sie ihren Vätern nach und sehen das Licht nimmermehr.
20Ein Mensch in seiner Herrlichkeit kann nicht bleiben, sondern muß davon wie das Vieh.