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German Holy Bible - Luther Wordproject Bible
20 verses
1Ich rufe zu Gott und schreie um Hilfe, zu Gott rufe ich, und er erhört mich.
2In der Zeit meiner Not suche ich den Herrn; meine Hand ist des Nachts ausgereckt und läßt nicht ab; denn meine Seele will sich nicht trösten lassen.
3Ich denke an Gott – und bin betrübt; ich sinne nach – und mein Herz ist in Ängsten. SELA.
4Meine Augen hältst du, daß sie wachen müssen; ich bin so voll Unruhe, daß ich nicht reden kann.
5Ich gedenke der alten Zeit, der vergangenen Jahre.
6Ich denke und sinne des Nachts und rede mit meinem Herzen, mein Geist muß forschen.
7Wird denn der Herr auf ewig verstoßen und keine Gnade mehr erweisen?
8Ist's denn ganz und gar aus mit seiner Güte, und hat die Verheißung für immer ein Ende?
9Hat Gott vergessen, gnädig zu sein, oder sein Erbarmen im Zorn verschlossen? SELA.
10Ich sprach: Darunter leide ich, daß die rechte Hand des Höchsten sich so ändern kann.
11Darum denke ich an die Taten des HERRN, ja, ich denke an deine früheren Wunder
12und sinne über alle deine Werke und denke deinen Taten nach.
13Gott, dein Weg ist heilig. Wo ist ein so mächtiger Gott, wie du, Gott, bist?
14Du bist der Gott, der Wunder tut, du hast deine Macht bewiesen unter den Völkern.
15Du hast dein Volk erlöst mit Macht, die Kinder Jakobs und Josephs. SELA.
16Die Wasser sahen dich, Gott, die Wasser sahen dich und ängstigten sich, ja, die Tiefen tobten.
17Wasser ergossen sich aus dem Gewölk, die Wolken donnerten, und deine Pfeile fuhren einher.
18Dein Donner rollte, Blitze erhellten den Erdkreis, die Erde erbebte und wankte.
19Dein Weg ging durch das Meer und dein Pfad durch große Wasser; doch niemand sah deine Spur.
20Du führtest dein Volk wie eine Herde durch die Hand des Mose und Aaron.