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German Holy Bible - Luther Wordproject Bible
23 verses
1Des Schwachen im Glauben nehmt euch an und verwirret die Gewissen nicht.
2Einer glaubt, er dürfe alles essen; wer aber schwach ist, der isset kein Fleisch.
3Wer isset, der verachte den nicht, der da nicht isset; und wer nicht isset, der richte den nicht, der da isset; denn Gott hat ihn angenommen.
4Wer bist du, daß du einen fremden Knecht richtest? Er steht oder fällt seinem Herrn. Er wird aber stehen bleiben; denn der Herr kann ihn wohl aufrecht halten.
5Einer hält einen Tag höher als den andern; der andere aber hält alle Tage gleich. Ein jeglicher sei in seiner Meinung gewiß.
6Wer auf die Tage hält, der tut's dem Herrn; und wer isset, der isset dem Herrn, denn er dankt Gott dabei; und wer nicht isset, der isset dem Herrn nicht und dankt Gott auch.
7Denn unser keiner lebt sich selber, und keiner stirbt sich selber.
8Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn.
9Denn dazu ist Christus gestorben und wieder lebendig geworden, daß er über Tote und Lebendige Herr sei.
10Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder, du anderer, was verachtest du deinen Bruder? Wir werden alle vor dem Richterstuhl Gottes dargestellt werden.
11Denn es steht geschrieben: «So wahr ich lebe, spricht der Herr, mir sollen sich alle Knie beugen, und alle Zungen sollen Gott bekennen.»
12So wird nun ein jeglicher für sich selbst Gott Rechenschaft geben.
13Darum lasset uns nicht mehr einer den andern richten; sondern richtet vielmehr darauf euern Sinn, daß niemand seinem Bruder einen Anstoß oder Ärgernis bereite.
14Ich weiß und bin's gewiß in dem Herrn Jesus, daß nichts unrein ist an sich selbst; nur dem, der es für unrein hält, dem ist's unrein.
15Wenn aber dein Bruder um deiner Speise willen betrübt wird, so wandelst du schon nicht nach der Liebe. Bringe den nicht durch deine Speise ins Verderben, um welches willen Christus gestorben ist.
16Darum schaffet, daß nicht verlästert werde, was ihr Gutes habt.
17Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude in dem heiligen Geist.
18Wer darin Christus dient, der ist Gott gefällig und den Menschen wert.
19Darum lasset uns dem nachstreben, was zum Frieden dient und zur Auferbauung untereinander.
20Zerstöre nicht um der Speise willen Gottes Werk. Es ist zwar alles rein; aber es ist nicht gut für den, der es isset mit schlechtem Gewissen.
21Es ist besser, du issest kein Fleisch und trinkest keinen Wein und tust nichts, daran sich dein Bruder stößt.
22Den Glauben, den du hast, behalte bei dir selbst vor Gott. Selig ist, der sich selbst kein Gewissen macht bei dem, was er für recht hält.
23Wer aber dabei zweifelt und isset doch, der ist gerichtet, denn es geht nicht aus dem Glauben. Was aber nicht aus dem Glauben geht, das ist Sünde.